IVZ vom 23.07.2019 von Holger Luck

 

Dieter Becke regiert Püsselbüren

Großer Andrang beim Fest der Mauritius-Schützen

 

 

Schützenkönig Dieter Becke (mittlere Reihe, 3.v.l.) und Königin Silvia Reekers und das Kinderkönigspaar Max Muhmann und Mia Lammers präsentieren sich mit ihrem Hofstaat und dem Vorstand der St. Mauritius Schützenbruderschaft um den Vorsitzenden Oliver Otte (mittlere Reihe, 2.v.l.). Foto: Holger Luck

 

Traditionell feiert die St.-Mauritius- Schützenbruderschaft Püsselbüren Schützenfest und stieß damit auch am Sonntag wieder auf große Resonanz. Nicht nur bei den Schützenbrüdern, sondern auch bei den Püsselbürenern, die bei herrlichem Sommerwetter in großer Zahl den Weg zur Vereinsgaststätte Wulf fanden. Unter anderem erwiesen sie dort dem neuen Schützenkönig Dieter Becke die Ehre. Er war als Sieger aus dem Vogelschießen hervorgegangen.

Exakt 17.03 Uhr war es, als Becke mit dem 364. Schuss des Wettbewerbs den Vogel von der Stange holte. Mit seinem goldenen Schuss setzte sich der Mauritius-Schütze gegen acht Mitbewerber durch. Vor dem traditionellen Festumzug mit Pferdekutschen nahm Oliver Otte als Vorsitzender der Schützenbruderschaft die Proklamation des neuen Königs vor.

Zunächst bedankte sich Otte bei Jörg Artmeier, der als Jörg I. (genannt „Der Flieger) „mit ruhiger Hand“ durch das vergangene Schützenjahr geleitet habe. Danach ging die Königskette der Schützenbruderschaft an Dieter II. (genannt „Der Hartnäckige“) über. Er ist der 84. Regent der St.-Mauritius- Schützenbruderschaft. Übrigens genau 50 Jahre nachdem bereits sein Vater Walter I. die Königswürde innehatte. Zu seiner Königin wählte sich der neue Regent Silvia Reekers (genannt „Die vom Sportpark“). In den Hofstaat berufen wurden Norbert Reekers, Monika Becke, Daniel und Iris Raszka, Jürgen und Mechthild Bleker sowie Dieter und Monika Saatkamp.

In seiner Festrede bedankte sich Oberst Ralf Meiners unter anderem bei den mehr als 50 Vereinsmitgliedern, die am Donnerstag geholfen hatten, den Festplatz zu schmücken. „Andere Schützenvereine wären froh, wenn sie beim Schützenfest so viele Schützenbrüder hinter der Fahne hätten.“ Sollte heißen: Das Schützenwesen im Westen Ibbenbürens ist weiterhin kerngesund. Rund 250 angetretene Schützen und hunderte Festgäste zeugten davon. Meiners betonte den Beitrag des Schützenvereins zur Stärkung des „Wir-Gefühls im Dorf“.

Oliver Otte blickte nach vorn und freute sich, Püsselbüren und den besonderen Stellenwert, den das Schützenwesen dort habe, im nächsten Jahr beim Kreisheimatschützenfest „toll präsentieren zu dürfen“. Der Stadtschützenbund Ibbenbüren richtet das Großevent der Schützen am 21. und 22. Juni auf der Schießanlage in Püsselbüren aus.

Bereits am Samstag hatte der Schützennachwuchs im Escher Sportpark sein Kinderschützenfest mit buntem Rahmenprogramm gefeiert. Über 100 Kinder nahmen teil und schossen mit dem Lasergewehr wieder – wie die Großen – auf einen „echten Holzvogel“. Kinderschützenkönig wurde Max Muhmann, der sich Mia Lammers zur Königin wählte.

Am Ende des vom Blasorchester Hörstel und vom Hauenhorster Spielmannszug musikalisch angeführten Umzugs der Schützen durch Püsselbüren marschierten die Mauritius-Schützen in den Festsaal der Gaststätte Wulf ein. Nach dem Ehrentanz des Königspaares klang der Schützenfesttag dort mit einem Dämmerschoppen in geselliger Runde aus.